Herbstkolloquium IGPP - Bericht

“Denken wendet Lebensnot!” Die Sorge um sich und den Anderen 

- das Thema des Herbstkolloquiums der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis.

Kai Kranner und Dr. Cornelia Bruell berichten

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Schleiden - klein aber fein. Zunächst mit dem Flugzeug, dann aber von Köln aus gönnten wir uns wieder ein PHILO MOBIL. Eine goldene Nussschale könnte man sagen. Wieder geht es im Auto um die Positionierung der philosophischen Praxis in der Gesellschaft, aber auch um ganz praktische Dinge die Ausbildung und Lehre betreffen. Immerhin hatten wir hinter uns die Leiterin des postgradualen Universitätslehrgangs "Philosophische Praxis" sitzen: Dr. Donata Romizi.

Alles ist bereitet und das Kolloquium startet mit der Mitgliederversammlung der IGPP. Für den KAPP anwesend war neben uns  beiden auch Volker Homann. Einer guten Vernetzung Rechnung tragend, wird ab jetzt auch der KAPP im Vorstand der IGPP vertreten sein. Unsere Vorstandsvorsitzende Dr. Cornelia Bruell wird Teil des Führungsteams der IGPP werden. Außerdem ist es uns KAPP Vorständen gelungen, das Herbstkolloquium der IGPP für das Jahr 2019 nach Österreich zu holen. Wir freuen uns außerordentlich!

Der neue Vorstand: PD Dr. Ute Gahlings, Dr. Jirko Kraus, Dr. Heidemarie Bennent-Vahle, Roger Wisniewski, Dr. Cornelia Bruell, Christin Raabe

Der neue Vorstand: PD Dr. Ute Gahlings, Dr. Jirko Kraus, Dr. Heidemarie Bennent-Vahle, Roger Wisniewski, Dr. Cornelia Bruell, Christin Raabe

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Es war wieder ein wunderbares Wochenende, spannenden und interessanten Workshops, tollen Vorträgen. Besonders inspirierend der Vortrag von Dr. Thomas Polednitschek: „Petra von Morstein – oder: Der europäische Traum von der Freiheit“ mit der Frage: wie politisch muss die philosophische Praxis sein? Ist es an der Zeit, sich als Philosoph_in zu positionieren und öffentlich zu bekennen? Wie können wir öffentlich wirksam werden? Eine Diskussion die uns sicherlich noch beschäftigen wird und eventuell zu einem eigenen Kolloquiumsthema gemacht wird.

Ebenso eindrucksvoll der Vortrag von Ute Gahlings (siehe oben) über leibphänomenologische Perspektiven auf das Selbst und den anderen. Ein Thema das gerade in der Arbeit mit Menschen in der Praxis von größter Relevanz ist und vor allem in Zeiten der "Leibvergessenheit" immer dringlicher wird. Am Nachmittag durften wir noch gebannt dem brillanten und präzisen Gedanken von Bernd Groth folgen zum Thema: „Von der Ethik zur Ästhetik der Existenz - das Konzept der Selbstsorge bei Platon und Foucault". Dazwischen jede Menge interessanter Workshop - wie immer verbunden mit der Qual der Wahl, da einige parallel stattfanden. Aber wenn die Entscheidung das Subjekt konstituiert, dann konnten wir auch diesbezüglich profitieren.

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Die ganze Veranstaltung war bestens organisiert, sensibel durchdacht, präzise formuliert und wertschätzend getragen vom "alten" Vorstand, dem hier unser Dank gilt. Bald wird die Website der IGPP in neuem Glanz erscheinen - der KAPP darf hierfür die Gestaltung übernehmen. Wir werden noch rechtzeitig darauf hinweisen. Wir freuen uns jetzt schon auf die Frühjahrstagung! Denken aber noch über die Anreiseoptionen nach, denn der Flug hat fast mehr erschüttert als die geschlagenen Nationalratswahlen in Österreich - aber eben nur fast. Und zumindest ging ersterer glücklicher aus ;)

Eine philosophische Zeit wünschen

Kai Kranner und Dr. Cornelia Bruell